VDP Gros­ses Gewächs 2017 in Wies­ba­den

Drei Tage VDP Gros­ses Gewächs in Wies­ba­den

Welch eine bemer­kens­wer­te Wein­pro­be! Gleich vor­ab, möch­te ich dem VDP einen gro­ßen Lob aus­rich­ten; ich neh­me welt­weit an Wein­ver­kos­tun­gen teil. Die Leis­tung vom VDP ist Welt­klas­se, und die­ser Anlass in Wies­ba­den gehört, von der Qua­li­tät und von der per­fek­ten Orga­ni­sa­ti­on her­ge­se­hen, zu den bes­ten Wein­pro­ben, die ich je besucht habe.

Hohe Qua­li­tät

Gene­rell fand ich die Qua­li­tät sehr gut bis her­vor­ra­gend. Die Wei­ne der Nahe haben mich am meis­ten beein­druckt, aber es gab Juwe­len in allen Gebie­ten, sei es in Fran­ken, Sach­sen, Rhein­gau, Rhein­hes­sen oder Pfalz. Lei­der konn­te ich nicht alle Wei­ne ver­kos­ten, dafür war die Zeit zu knapp. Nun ver­öf­fent­li­che ein Teil der Noti­zen kos­ten­los, damit alle ein wenig sehen, was bei mir beson­ders gut ange­kom­men ist. Selbst­ver­ständ­lich freue ich mich über jedes neue Abon­ne­ment. Wer eins erwer­ben möch­te, kann hier cli­cken

Nahe

Dönn­hoff, Schloss­bö­ckel­heim Fel­sen­berg “Fel­sen­türm­chen” 2016
Hel­les Gold­gelb mit Grün­re­flex. Herr­li­ches und aus­drucks­vol­les Bou­quet mit wun­der­schö­nen fruch­ti­gen Noten von Apri­ko­sen, Pfir­si­chen und etwas Mara­cu­ja. Ele­gan­ter und char­man­ter Auf­takt mit guter Frucht­in­ten­si­tät. Der Wein ist voll­mun­dig, aus­ba­lan­ciert und von einer guten und leb­haf­ten Struk­tur gestützt. Er ist ras­sig, bis­sig und erfri­schend. Ein bemer­kens­wer­ter Wein mit fruch­ti­gem und lan­gem Nach­klang. 2019–2041 94–96/100

Schloss­gut Diel, Dor­shei­mer Pit­ter­männ­chen 2016
Hel­les Gold­gelb. Aus­la­den­des Bou­quet mit wür­zi­gen und fruch­ti­gen Noten. Aka­zi­en­blü­ten, Apri­ko­sen und Mira­bel­len. Saf­ti­ger und mine­ra­li­scher Auf­takt. Voll­mun­di­ger Wein mit tol­ler Aro­ma­tik und bis­si­ger Struk­tur. Der Wein ist aus­ba­lan­ciert, ras­sig und für die Zukunft aus­ge­rüs­tet. Sei­ne Stär­ke liegt nicht in der Kraft, son­dern in sei­ner Fines­se! Fruch­ti­ger und lan­ger Nach­klang. 2019–2036 92–94/100

Dr.  Crusi­us, Trai­se­ner Bas­tei 2016
Blas­ses Gelb mit Gold­re­flex. Fein­schich­ti­ges und kom­ple­xes Bou­quet mit fruch­ti­gen und  etwas blu­mi­gen Düf­ten. Aus­drucks­vol­ler und leb­haf­ter Auf­takt. Am Gau­men ver­fügt der Wein über eine bemer­kens­wer­te Aro­ma­tik. Er ist von einer bis­si­gen und kna­cki­gen Struk­tur opti­mal gestützt. Klar, hier wird eini­ges an Geduld not­wen­dig sein, denn die­ser Ries­ling hat sehr viel Zeit vor sich… und wir  müs­sen uns halt wel­che neh­men! Gro­ße Leis­tung! 2020–2046 94–95/100

Gut Her­manns­berg, Trai­se­ner Bas­tei 2015
Hel­les Gelb mit Grün­re­flex. Aus­la­den­des Bou­quet, wür­zig und fruch­tig mit  etwas  wei­ßem  Pfef­fer, Safran  und Aka­zi­en­blü­ten. Die Frucht ist natür­lich auch ver­tre­ten und zeich­net sich durch Pfir­si­che    aus. Am Gau­men wirkt der Wein saf­tig und ras­sig. Die Struk­tur hat biss und stützt die Frucht aus­ge­zeich­net. Leicht her­ber Abgang, was für Druck und Län­ge sorgt. Ein sehr inter­es­san­ter und viel­sei­ti­ger Wein, des­sen Ent­wick­lung mich neu­gie­rig stimmt. 2019–2041  93–94/100

Schä­fer-Fröh­lich, Mon­zin­ge­ner Halen­berg 2016
Hel­les Gelb mit Grün­re­flex. Recht inten­si­ves und viel­schich­ti­ges Bou­quet mit Zitrus­früch­ten, Apri­ko­sen­und einem Hauch Pfef­fer­min­ze. Ange­neh­mer und leicht char­man­ter Auf­takt. Der Wein wirkt saftig,frisch und bes­tens von sei­ner Struk­tur gestützt. Da müs­sen sich die ver­schie­de­nen Kom­po­nen­ten­noch eini­gen, aber das, was die zur Zeit zei­gen, ist viel­ver­spre­chend. Aus­drucks­vol­ler und leb­haf­ter Abgang. Ein schö­ner und ras­si­ger Wein, der sei­ne Geheim­nis­se noch nicht voll­stän­dig ent­hüllt! 2020–2046 94–95/100

Pfalz

Phil­ipp Kuhn, Zel­ler Schwar­zer Herr­gott 2016
Blas­ses Gelb mit Grün­re­flex. Recht inten­si­ves und viel­sei­ti­ges Bou­quet mit wür­zi­gen und fruch­ti­gen Noten. Aus­ba­lan­cier­ter Gau­men mit leb­haf­tem Cha­rak­ter und stüt­zen­der Struk­tur. Nach und nach kommt die Frucht­aro­ma­tik zur Gel­tung und prägt den Gau­men. Wür­zi­ger, fruch­ti­ger und lan­ger Nach­klang. 2019–2034 92–93/100

Bern­hart, Schwei­ge­ner Son­nen­berg “Räd­ling” 2015
Mitt­le­res Gra­nat mit Vio­lett­schim­mer. Viel­schich­ti­ges und deli­ka­tes Bou­quet mit Düf­ten von Pflau­men und frisch geba­cke­nem Brot. Mit etwas Luft tre­ten auch wür­zi­ge Noten. Der Auf­takt ist erfri­schend und fruch­tig. Aus­ge­wo­ge­ner und saf­ti­ger Kör­per mit gut ein­ge­bau­tem Tan­nin und stüt­zen­der Struk­tur. Ein saf­ti­ger Wein, der jet­zut Genuss bie­tet, aber noch eini­ges vor hat. jetzt bis 2027 90/100

Knip­ser, Gross­karl­ba­cher Burg­weg 2013
Mit­tel­l­eich­tes Gra­nat. Da bin ich geneigt “typi­sche Knip­ser” Nase zu schrei­ben. Typisch inso­fern, da es sich um eine Art Sym­bio­se zwi­schen Holz, Frucht und Wür­ze han­delt. Die Frucht gewinnt Minu­te für Minu­te an Inten­si­tät und stimmt das Bou­quet recht kom­plex. Noten von Kaf­fee und Cas­sis. Fruch­ti­ger und erfri­schen­der Auf­takt. Auch der Kör­per wirkt frisch, fruch­tig und aus­ba­lan­ciert. Die Struk­tur gibt den Ton an und sorgt für einen ras­si­gen und saf­ti­gen Cha­rak­ter, wäh­rend das Tan­nin tap­fer mit­macht und Tie­fe ver­leiht. Ein sehr schö­ner Wein mit lan­gem Abgang. jetzt bis 2028 93/100

Rhein­gau

Barth, Hat­ten­hei­mer Has­sel 2015
Hel­les Gelb mit Grün­re­flex. Aus­la­den­des und kom­ple­xes Bou­quet. Sehr mine­ra­lisch, aber auch fruch­tig und ter­ro­ir­be­tont. Kern­obst, Pfef­fer­min­ze, Zitro­nen­me­lis­se und rei­fe Apri­ko­sen. Auch der Auf­takt ist sehr aus­drucks­voll. Der Kör­per ist etwas cre­mig und stimmt den Wein voll­mun­dig. Sehr schö­ne Balan­ce zwi­schen Struk­tur und Fül­le. Trotz des doch recht ordent­li­chen Kali­bers, ist der Wein frisch und hat biss. Das hat er sei­ner saf­ti­gen Struk­tur zu ver­dan­ken. Lan­ger Nach­klang. Sehr schön, bra­vo! 2018–2041 95/100

Künst­ler, Rüdes­hei­mer Berg Rott­land 2016
Hel­les Gelb mit Grün­re­flex. Recht inten­si­ves und kom­ple­xes Bou­quet mit klas­si­schen Noten von Kern­obst und Pfir­si­chen. Fruch­ti­ger und leicht sprit­zi­ger Auf­takt. Am Gau­men ist der Wein aus­ba­lan­ciert und bes­tens von sei­ner Struk­tur gestützt. Die Frucht kommt lang­sam zur Gel­tung und sorgt für einen guten Abgang. Ein ras­si­ger Wein, der noch ganz am Beginn sei­ner Lauf­bahn steht, aber das, was er jetzt von sich zeigt, ist bereits über­zeu­gend. 2019–2038 92–94/100

F.B. Schön­le­ber, Mit­tel­hei­mer St. Niko­laus 2016
Hel­les Gelb mit Grün­re­flex. Ele­gan­tes und fein­schich­ti­ges Bou­quet. Fei­ne Noten von frisch­ge­ba­cke­nem Brot. Nach und nach tre­ten fruch­ti­ge Düf­te von Apri­ko­sen und Mira­bel­len auf. Am Gau­men ist der Wein aus­ba­lan­ciert und saf­tig. Die Struk­tur ver­leiht ihm etwas Biss und auch leicht bit­te­re Noten am Ende des Gau­mens, was in die­sem Kon­text über­haupt nicht stö­rend ist, denn es sorgt für einen gewis­sen Druck. Ich bin gespannt wie sich der Wein wei­ter ent­wi­ckelt, ist auf jeden Fall viel­ver­spre­chend. 2018–3036 92–94/100

Fritz Allen­dorf, Win­ke­ler Jesui­ten­gar­ten 2016
Hel­les Gelb mit Grün­re­flex. Fein­schich­ti­ges Bou­quet mit mine­ra­li­schen und fruch­ti­gen Noten. Mit etwas Luft gewinnt die Frucht an Inten­si­tät und es tre­ten Noten von Apri­ko­sen, Pfir­si­chen und wei­te­rem Kern­obst auf. Zusam­men­ge­fasst: sehr typisch… und schön! Letzt­end­lich sind sogar Düf­te von Anis und Süß­holz vor­han­den. Also recht kom­plex. Der Auf­takt ist fruch­tig und saf­tig. Das über­trägt sich auf den Gau­men, denn auch hier zeigt sich der Wein ras­sig, frisch und doch recht voll­mun­dig. Die Struk­tur sorgt für Fri­sche und stützt die Frucht bis zum Abgang. Ein sehr schö­ner Wein mit aus­ge­zeich­ne­tem Poten­zi­al. Ich mach mal einen Ter­min für 2036 im Kel­ler ab. 2019–2041 94–96/100

Rhein­hes­sen

Gutz­ler, West­ho­fe­ner Mor­stein 2016
Mitt­le­res Gold­gelb mit Grün­re­flex. Recht inten­si­ves Bou­quet mit wür­zi­gen und fruch­ti­gen Noten. Aka­zi­en­blü­te, Apri­ko­sen und etwas Pas­si­ons­frucht. Am Gau­men ist der Wein sehr aus­drucks­voll und bringt Fri­sche sowie Frucht zur Gel­tung. Der Wein ist cha­rak­ter­voll, ras­sig und ver­fügt über einen fruch­ti­gen und lan­gen Abgang. Sehr schön. 2019–2039 93–94/100

Kel­ler, Nier­stei­ner Pet­ten­thal 2016
Blas­ses Gelb mit Grün­re­flex. Aus­la­den­des Bou­quet mit wür­zi­gen, fruch­ti­gen und etwas kräu­te­ri­gen Noten. Minu­te für Minu­te gewinnt die Nase an Inten­si­tät und ent­wi­ckelt wei­te­re Facet­ten. Anis, Pfir­sich und leicht rau­chi­ge Töne. Mine­ra­li­scher Auf­takt. Am Gau­men ist der Wein frisch, ras­sig und bes­tens von sei­ner Struk­tur gestützt. Auch am Gau­men merkt man, wie viel­sei­tig der Gau­men ist und nach und nach an Kom­ple­xi­tät gewinnt. Ein Wein, der Zeit in Anspruch nimmt, jetzt und für die nächs­te Jahr­zehn­te…. Lan­ger und cha­rak­ter­vol­ler Abgang. 2019–2041 95–97/100

Witt­mann, West­ho­fe­ner Brun­nen­häus­chen 2016
Gold­gelb mit leich­tem Grün­re­flex. Recht inten­si­ves Bou­quet mit etwas exo­ti­schen Noten wie Man­gos und Mara­cu­ja. Klas­si­sche Noten wie Apri­ko­sen sind aber auch vor­han­den und stimmt so den Wein recht kom­plex. Am Gau­men ist die­ser Ries­ling aus­ge­wo­gen und fruch­tig. Die Struk­tur sorgt für Fri­sche und stimmt den Abgang lang und cha­rak­ter­voll. Sehr schön und eine Bestä­ti­gung mehr, dass Rhein­hes­sen in 2016 bes­te Qua­li­tät bie­tet. 2018–2041 93–95/100

Es sind noch 1500 wei­te­re Wein­be­schrei­bun­gen über Bor­deaux, Deutsch­land und Schweiz für die Abon­nen­ten ersicht­lich und selbst­ver­ständ­lich 160 Ver­kos­tungs­no­ti­zen vom VDP GG 2017.  Und das, für nur €79,00 im Jahr! Sie wol­len abon­nie­ren? Das freut mich rie­sig! Bit­te hier cli­cken



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