VDP 2016 Rheingau

VDP 2016 Rheingau Riesling

20160831_Support_Yves_BeckAlle Wei­ne wur­den blind ver­kos­tet und mit Poten­zi­al­no­ten bewer­tet.

Fritz Allendorf

Rüdes­hei­mer Berg Rosen­eck 2015
Hel­les Gelb mit Grün­re­flex. Recht­in­ten­si­ves, wür­zi­ges Bou­quet. Kan­dier­te Apri­ko­sen. Ele­gan­ter, fruch­ti­ger Auf­takt mit erfri­schen­dem Cha­rak­ter. Ein saf­ti­ger und leb­haf­ter Wein mit lan­gem Abgang. Hier müs­sen sich die Din­ge noch etwas ent­span­nen. Wenn es soweit ist, kann ich mir vor­stel­len, dass der Wein groß­ar­tig wird. War­ten. 2018–2035  92–94/100

Win­ke­ler Hasen­sprung 2015
Hel­les Gelb mit Grün­re­flex. Deli­ka­tes, fein­schich­ti­ges Bou­quet. Sehr schö­ner Auf­tritt mit Mira­bel­le, Apri­ko­se und Zitro­ne. Dazu tre­ten auch Noten von Bir­ne und Ana­nas. Fei­ner Gau­men­auf­takt. Das ist defi­ni­tiv kein Blen­der, son­dern ein fei­ner Kerl, der nicht mit Pracht, son­dern Fines­se glän­zen will. Der Kör­per ist leb­haft, fruch­tig und dabei gut aus­ba­lan­ciert. Ein noch etwas ras­si­ger Wein, der eine gro­ße Zukunft vor sich hat. Fruch­ti­ger Nach­klang. Bra­vo. 2018–2045  94–96/100

Win­ke­ler Jesui­ten­gar­ten 2015
Hel­les Gelb mit leich­tem Grün­re­flex. Recht inten­si­ves Bou­quet, kom­ple­xer Cha­rak­ter. Dörr­früch­te, Aka­zi­en­blü­te, Honig, Apri­ko­se, Bis­kuit und Safran. Etwas char­man­ter, aber auch leb­haf­ter Auf­takt. Fruch­ti­ger Gau­men mit pfif­fi­gem Cha­rak­ter. Ein erfri­schen­der Wein, der sich noch etwas ent­fal­ten wird. 2018–2030  91–93/100

Barth

Hall­gar­ten Schön­hell 2015
Hel­les Gelb mit Grün­re­flex. Recht inten­si­ves, flo­ra­les Bou­quet. Hecken­ro­se, wei­ßer Pfef­fer, Zitro­nen­me­lis­se, Lakritz. Fei­ner und fruch­ti­ger Gau­men­auf­takt. Der Kör­per ist von mitt­le­rer Inten­si­tät und wirkt aus­ge­wo­gen. Die Frucht kommt noch nicht genü­gend zur Gel­tung, aber dafür ist eine aus­ge­zeich­ne­te, bis­si­ge und erfri­schen­de Struk­tur vor­han­den. Hier kann sich noch eini­ges tun. 2020–2040  91–94/100

Hat­ten­hei­mer Wis­sel­brun­nen 2015
Hel­les Gelb mit leich­tem Grün­re­flex. Herr­li­ches, viel­sei­ti­ges Bou­quet. Frisch geba­cke­nes Brot, Zitro­ne, Grape­fruit, Apri­ko­se und Ana­nas. Wür­zi­ger und ele­gan­ter Auf­takt. Fruch­ti­ger und von sei­ner Säu­re bes­tens gestütz­ter Kör­per. Die trägt die Frucht bis zum Abgang. Ein wun­der­schö­ner, aus­drucks­vol­ler und viel­ver­spre­chen­der Wein. Bra­vo. 2020–2035  93–94/100

Dienhardt

Mar­tinstha­ler Lan­gen­berg 2015
Hel­les Gold. Wür­zi­ges und fruch­ti­ges Bou­quet. Blon­der Tabak, Jod, Zitro­ne. Aus­drucks­vol­ler und ras­si­ger Auf­takt. Der Wein zeigt Dich­te, Struk­tur und Grö­ße. Alle Ele­men­te müs­sen noch zuein­an­der fin­den, aber der Weg ist denen schon klar erklärt wor­den. Ein Wein mit gutem Poten­zi­al. 2020–2040  93–95/100

Domdechant Werner

Hoch­hei­mer Dom­de­cha­ney 2015
Hel­les Gold­gelb. Fein­schich­ti­ges Bou­quet, blu­mi­ger und wür­zi­ger Cha­rak­ter. Anis, Süß­holz, frisch­ge­ba­cke­nes Brot. Der Auf­takt ist ras­sig und erfri­schend. Ein sehr schö­ner Wein, der Kraft und Frucht bes­tens ver­ei­nen kann. Das Gan­ze muss sich noch ent­fal­ten, aber es ist viel­ver­spre­chend. 2019–2033  91–93/100

Hoch­hei­mer Kir­chen­stück 2015
Hel­les Gold­gelb. Recht inten­si­ves Bou­quet mit fruch­ti­gem, flo­ra­lem und wür­zi­gem Cha­rak­ter. Aka­zi­en­ho­nig, Pis­ta­zi­en und etwas Grape­fruit. Char­man­ter, ange­neh­mer und erfri­schen­der Auf­takt. Der Wein wirkt aus­ge­wo­gen und leb­haft. Die Struk­tur sorgt für Fri­sche und trägt die Gau­men­aro­ma­tik bis zum Abgang. Ein span­nen­der Wein, der noch eini­ges zu erzäh­len hat. Fruch­ti­ger Nach­klang. 2018–2035  91–93/100

Hessische Staatsweingüter Kloster Eberbach

Hoch­hei­mer Dom­de­cha­ney 2015
Hells Gold­gelb. Wür­zi­ges und leicht fruch­ti­ges Bou­quet mit exo­ti­schem Ton. Saf­ti­ger Auf­takt. Der Wein zeigt Dich­te und Kraft. Stüt­zen­de Struk­tur und aus­ge­zeich­ne­te Gau­men­aro­ma­tik. Ein Wein, der dank sei­ner Struk­tur gutes Poten­zi­al hat und noch lan­ge nicht da ist, wo er hin­ge­hört. War­ten. 2020–2032  88–89/100

Rau­entha­ler Bai­ken­kopf 2015
Mitt­le­res Gelb. Fein­schich­ti­ges Bou­quet. Safran, Zitro­nen­me­lis­se, Lin­den­blü­te. Ange­neh­mer Auf­takt. Mitt­le­re Kör­per-Inten­si­tät, aus­ge­wo­ge­ner Cha­rak­ter mit guter Sym­bio­se zwi­schen Frucht und Struk­tur. Ras­si­ger Abgang, lan­ger Nach­klang. War­ten. 2019–2035  88–91/100

Rüdes­hei­mer Berg Schloss­berg 2015
Mitt­le­res Gelb mit leich­tem Gold­schim­mer. Das Bou­quet ist aus­drucks­voll und weist blu­mi­ge, fruch­ti­ge und etwas Aus­bauno­ten vom Holz auf. Aka­zi­en­blü­te und leicht grü­ne Noten. Fruch­ti­ger Auf­takt. Mitt­le­re Kör­per­in­ten­si­tät, aus­ba­lan­cier­ter Cha­rak­ter und fruch­ti­ger Abgang. Ein schö­ner Wein, der schon bald Genuss bie­ten wird. 2017–2027  86–88/100

August Eser

Oestrich Doos­berg 2015
Hel­les Gelb mit Grün­re­flex. Wür­zi­ges und mine­ra­li­sches Bou­quet. Schö­ner Auf­takt mit Wür­ze und Frucht. Der Wein wirkt leicht cre­mig, saf­tig und aus­ge­wo­gen. Die Struk­tur ist erfri­schend und stützt die Frucht bes­tens. Ein sehr inter­es­san­ter und guter Wein mit Poten­zi­al. War­ten. 2019–2035  90–91/100

Domäne Schloss Johannisberg

Johan­nis­ber­ger Schloss Johan­nis­ber­ger 2015
Hel­les Gelb mit leich­tem Grün­re­flex. Wür­zi­ges Bou­quet, Blät­ter­teig und Apri­ko­se. Leb­haf­ter, ras­si­ger Auf­takt. Der Kör­per zeigt Fül­le und vie­le Mus­keln. Ein span­nen­der Wein mit lan­gem und wür­zi­gem Nach­klang. Jetzt muss er sich ein­fach ent­fal­ten. Ich sehe da sehr schö­ne Per­spek­ti­ven. 2019–2032  91–93/100

Jakob Jung

Erba­cher Hohen­rain 2015
Mitt­le­res Gelb. Fruch­ti­ges und wür­zi­ges Bou­quet. Ange­neh­me Noten von Äpfeln, Bir­nen und etwas Anis. Leb­haf­ter Auf­takt. Im Gegen­satz zum Bou­quet kann der Gau­men zwar beim Auf­takt, aber nicht beim Kör­per mit­hal­ten. Den­noch zeigt der Wein viel Poten­zi­al, denn er hat Mus­keln und Stoff. Bin mal gespannt, wie sich die­ser Kerl wei­ter­ent­wi­ckelt, aber ich mei­ne er hat noch eini­ges zu erzäh­len. 2018–2038  90–92/100

Erba­cher Sie­gels­berg 2015
Hel­les Gold­gelb. Fruch­ti­ges und aus­drucks­vol­les Bou­quet. Apri­ko­se, Bir­ne, Lin­den­blü­te. Fruch­ti­ger und etwas mine­ra­li­scher Auf­takt. Der Kör­per hat Struk­tur und Frucht­aro­ma­tik. Braucht noch etwas Zeit. 2018–2033  91–93/100

Joachim Flick

Hoch­hei­mer Höl­le Kan­tel­born 2015
Hel­les Gelb mit Grün­re­flex. Aus­la­den­des Bou­quet. Zitro­nen­scha­le und Apri­ko­se. Char­man­ter Auf­takt mit erfri­schen­dem Cha­rak­ter. Der Wein wirkt sprit­zig, fruch­tig und süf­fig. Er muss sich noch etwas ent­fal­ten, aber wird schon bald Genuss bie­ten. 2018–2030 89–90/100

Hoch­hei­mer Köni­gin Vic­to­ria­berg 2015
Hel­les Gold­gelb. Fein­schich­ti­ges Bou­quet mit Frucht und Mine­ra­lik. Char­man­ter, leicht sprit­zi­ger Auf­takt. Gute Balan­ce zwi­schen Frucht und Struk­tur. Der Wein hat gutes Poten­zi­al, denn er hat von allem etwas. Jetzt ist ein­fach noch etwas Geduld ange­sagt, bis sich das aus­gleicht. Ein wuch­ti­ger Wein mit schö­ner Zukunft. War­ten. 2018–2032 89–91/100

Wicke­rer Nonn­berg 2015
Hel­les Gelb mit Grün­re­flex. Fein­schich­ti­ges Bou­quet. Aka­zi­en­blü­te, Zitro­nen­me­lis­se. Ras­si­ger und erfri­schen­der Auf­takt. Der Wein hat Pfiff und Cha­rak­ter. Dafür ist er zwar etwas leicht,  wird aber auf jeden Fall für Gau­men­freu­de sor­gen. 2017–2027 86–88/100

Johannishof

Johan­nis­ber­ger Höl­le 2015
Hel­les Gelb. Fein­schich­ti­ges, kom­ple­xes und wür­zi­ges Bou­quet. Apri­ko­se, Mira­bel­le. Fruch­ti­ger, leb­haf­ter Auf­takt. Der Kör­per zeigt eine gute Dich­te, ist aus­ge­wo­gen und ras­sig. Schö­nes Ver­hält­nis zwi­schen Frucht und Struk­tur. Ein gros­ser Wein mit sehr gutem Lage­rungs­po­ten­zi­al. 2020–2040 92–94/100

Rüdes­hei­mer Berg Rott­land 2015
Hel­les Gelb. Fein­schich­ti­ges Bou­quet, Anis, Lin­den­blü­te. Fruch­ti­ger und leb­haf­ter Auf­takt. Der Kör­per ist aus­ge­wo­gen und zeigt eine schö­ne Balan­ce zwi­schen Frucht und Ras­se. Frucht­be­ton­ter Nach­klang. Ein erfri­schen­der Wein, der schon bald Genuss bie­ten wird… für eine lan­ge Zeit! 2017–2030 88–90/100

Toni Jost — Hahnenhof

Wal­luf Wal­ken­berg 2015
Hel­les Gold­gelb. Viel­schich­ti­ges Bou­quet mit Düf­ten von frisch­ge­ba­cke­nem Brot, Zitro­nen­me­lis­se, Fei­gen und Mine­ra­lik. Im Gau­men wirkt der Wein aus­ge­wo­gen und aus­drucks­voll. Die Struk­tur sorgt für Zukunft und stützt die Frucht ide­al, bis zum Abgang. Der Wein hat noch viel zum Aus­druck zu brin­gen. Ein über­zeu­gen­der Wein. 2018–2032  92–94/100

August Kesseler

Rüdes­hei­mer Berg Rosen­eck 2015
Hel­les Gelb mit Grün­re­flex. Viel­schich­ti­ges Bou­quet. Anis, Quit­te, Lin­den­blü­te. Fruch­ti­ger und saf­ti­ger Auf­takt. Voll­mun­di­ger Wein mit aus­ge­wo­ge­nem Kör­per und aus­ge­zeich­ne­ter Sym­bio­se zwi­schen Fruch­tig und Wucht. Lan­ger, mine­ra­li­scher Nach­klang. Ein viel­ver­spre­chen­der Wein. 2020–2040  92–95/100

Rüdes­hei­mer Berg Schloss­berg 2015
Hel­les Gelb mit Grün­re­flex. Fili­gra­nes Bou­quet mit deli­ka­ten Noten wie Anis, Aka­zi­en­blü­te und Mira­bel­len. Fruch­ti­ger und leicht sprit­zi­ger Auf­takt. Mitt­le­re Kör­per­in­ten­si­tät, etwas bit­te­re Noten. Mine­ra­li­scher Cha­rak­ter. Ich könn­te mir vor­stel­len, dass hier  genü­gend Sub­stanz vor­han­den ist, um die­se bit­te­ren Noten zu über­de­cken. Fruch­ti­ger Nach­klang. 2018–2035  88–89/100

Hans Lang

Hat­ten­hei­mer Wis­sel­brun­nen 2015
Hel­les Gold. Mine­ra­li­sches und wür­zi­ges Bou­quet. Aka­zi­en­blü­te, Safran, fri­sches Brot. Ele­gan­ter Gau­men mit tol­ler Aus­ge­wo­gen­heit zwi­schen Frucht, Mine­ra­lik und Struk­tur. Ein soli­der Wein, der noch eini­ges zu bie­ten hat. Lan­ger Nach­klang. 2018–2038 92–94/100

Georg Müller Stiftung

Hat­ten­hei­mer Nuss­brun­nen 2015
Hel­les Gelb mit Grün­re­flex. Anspre­chen­des Bou­quet mit wür­zi­gem Cha­rak­ter. Leich­te Reduk­ti­on. Gra­phi­te, Bit­ter­man­del, Fen­chel sowie Apri­ko­se. Cre­mi­ger Kör­per mit stüt­zen­der Struk­tur, die für Fri­sche aber auch Zukunft sorgt. Ein Wein mit aus­ge­zeich­ne­tem Poten­zi­al. 2019–2035  92–94/100

G. H. von Mumm

Rüdes­hei­mer Berg Rott­land 2015
Hel­les Gelb mit Grün­re­flex. Deli­ka­tes und fein­schich­ti­ges Bou­quet. Fei­ne Düf­te wie Zitro­ne, Anis, Mira­bel­le Aka­zi­en­blü­te und Safran. Fruch­ti­ger und leicht sprit­zi­ger Auf­takt. Der Wein wirkt voll­mun­dig, cre­mig und ist ide­al von der Säu­re­struk­tur gestützt. Dadurch kommt die Gau­men­aro­ma­tik bes­tens zur Gel­tung und sorgt für einen ele­gan­ten Abgang. Ein Wein mit Biss und Fines­se. 2017–2035  92–94/100

Balthasar Ress

Hat­ten­hei­mer Nuss­brun­nen 2015
Hel­les Gelb mit Grün­re­flex. Fruch­ti­ges, mine­ra­li­sches und wür­zi­ges Bou­quet. Anis, Kakao­but­ter, Apri­ko­se. Fruch­ti­ger und ras­si­ger Auf­takt. Der Kör­per zeigt Fül­le und wird aus­ge­zeich­net von sei­ner Struk­tur gestützt. Die sorgt für Fri­sche und Frucht. Ein bemer­kens­wer­ter Wein mit lan­gem und fruch­ti­gem Nach­klang. Bra­vo. 2018–2040  93–95/100

Hat­ten­hei­mer Wis­sel­brun­nen 2015
Hel­les Gold. Sub­ti­les Bou­quet mit Wür­ze und Frucht. Safran, Ana­nas, Mira­bel­len. Fruch­ti­ger, aber auch leb­haf­ter Auf­takt. Mitt­le­rer Kör­per mit gutem Ver­hält­nis zwi­schen Kraft, Ras­se und Fines­se. Grund­sätz­lich viel­ver­spre­chend, auch wenn ich mir da etwas mehr Tie­fe wün­schen wür­de. Mal sehen. 2018–2038  90–92/100

Achim Ritter und Edler von Oetinger

Erba­cher Hohen­rain 2015
Hel­les Gold­gelb mit Grün­re­flex. Mine­ra­li­sches und blu­mi­ges Bou­quet mit etwas Gra­phit. Ana­nas, Äpfel, Mira­bel­len. Fruch­ti­ger und ras­si­ger Auf­takt. Der Kör­per ist leb­haft und bes­tens von sei­ner Struk­tur gestützt. Nur die Frucht hat hier etwas Mühe, mit­zu­hal­ten. Ein cha­rak­ter­vol­ler und kräf­ti­ger Wein. Geduld ist ange­sagt. Viel Geduld. 2020–2040  92–94/100

Erba­cher Mar­co­brunn 2015
Hel­les Gelb mit Grün­re­flex. Viel­sei­ti­ges Bou­quet. Bis­kuit, Apri­ko­se und Kern­obst. Fruch­ti­ger und saf­ti­ger Auf­takt. Was für ein cha­rak­ter­vol­ler Typ. Der Kör­per zeigt Kraft und Har­mo­nie, und das ist in der Tat begeis­ternd, wenn sol­che Para­do­xe klar mit­ein­an­der kom­men… so wie im Leben eigent­lich! Fruch­ti­ger und lan­ger Nach­klang. Ein gros­ser Wein. Bra­vo. 2019–2040  92–94/100

Erba­cher Sie­gels­berg 2015
Hel­les Gold­gelb. Aus­la­den­de Nase mit Noten wie Safran, frisch­ge­ba­cke­nem Brot und Lin­den­blü­te. Aus­ge­wo­ge­ner Auf­takt. Der Kör­per zeigt Frucht und Fri­sche, aber unge­nü­gend Tie­fe. Die Ent­wick­lung soll­te wei­ter ver­folgt wer­den, denn hier ist noch gutes Poten­zi­al vor­han­den. 2018–2032  92–93/100

Künstler

Hoch­hei­mer Höl­le 2015
Hel­les Gelb mit Grün­re­flex. Fruch­ti­ge und wür­zi­ge Nase. Apri­ko­se, Kern­obst, Weis­ser Pfef­fer und Feu­er­stein. Fruch­ti­ger und auch wuch­ti­ger Auf­takt. Der Wein zeigt Fri­sche, Ras­se, und Sub­stanz. Per­fek­te Balan­ce zwi­schen Struk­tur und Frucht. Ange­neh­mer Abgang. Ein exzel­len­ter Wein, mit gro­ßem Poten­zi­al. 2020–2045  94–96/100

Kost­hei­mer Weiss Erd 2015
Hel­les Gold­gelb mit Grün­re­flex. Fein­schich­ti­ges und ele­gan­tes Bou­quet mit flo­ra­lem und fruch­ti­gem Cha­rak­ter. Pfir­sich, Anis und fri­sche Min­ze. Fri­scher und ras­si­ger Auf­takt. Dich­ter, leb­haf­ter Kör­per mit aus­ge­zeich­ne­tem Ver­hält­nis zwi­schen Fül­le und Wucht. Fruch­ti­ger Nach­klang, der sicher­lich noch mehr zur Gel­tung kom­men wird. Ein Wein mit beacht­li­chem Poten­zi­al und her­vor­ra­gen­der Sym­bio­se zwi­schen Fleisch, Mus­keln und Struk­tur. War­ten. 2019–2040  93–94/100

Rüdes­hei­mer Berg Rott­land 2015
Hel­les Gelb mit Grün­re­flex. Viel­schich­ti­ges Bou­quet. Man­da­ri­nen­scha­le, Zitro­ne, wei­ßer Pfef­fer, Brot­krus­te und Aka­zi­en­blü­te. Fruch­ti­ger und erfri­schen­der Auf­takt. Der Kör­per ist aus­ge­wo­gen mit guter Sym­bio­se zwi­schen Struk­tur und Fül­le. Fruch­ti­ge und wür­zi­ge Aro­ma­tik. Ein schö­ner Wein mit Fleisch und Pfiff. Die stüt­zen­de Säu­re sorgt für eine lan­ge Zukunft. Bra­vo, macht Spaß. 2019–2040  92–94/100

Rüdes­hei­mer Berg Schloss­berg 2015
Hel­les Gelb mit Grün­re­flex. Anspre­chen­des Bou­quet. Blu­mig, fruch­tig. Fei­ne Hefe­no­ten, Aka­zi­en­blü­te, Apri­ko­se, Zitro­ne und Feu­er­stein. Fruch­ti­ger Auf­takt. Der Kör­per ist aus­ge­wo­gen, mine­ra­lisch, mit guter Sym­bio­se zwi­schen Aro­ma­tik und Struk­tur. Mitt­le­rer Abgang. 2018–2035  90–92/100

Peter Jakob Kühn

Mit­tel­hei­mer St. Niko­laus 2014
Mitt­le­res Gold. Inter­es­san­te Kon­stel­la­ti­on des Bou­quets mit Zimt, Cara­mel und gerös­te­ten Man­deln. Die Frucht kann aber durch das Holz­la­ger durch­drin­gen! Zitro­nen­me­lis­se, Aka­zi­en­blü­te. Im Gau­men ist das Sche­ma ähn­lich. Klar, der Wein hat Dich­te und wirkt rund, ele­gant, aber sogar der Nach­klang ist hol­zig. Ent­we­der war der Wein oder der Ver­kos­ter noch nicht soweit, oder bei­de. Nach­ver­kos­ten ist ange­sagt.

Oestrich Doos­berg 2015
Hel­les Gold. Recht inten­si­ves und kom­ple­xes Bou­quet. Ana­nas, Blät­ter­teig, Safran und etwas Man­da­ri­nen­scha­le. Fruch­ti­ger und aus­drucks­vol­ler Auf­takt. Der Kör­per ist cre­mig, aus­ge­wo­gen und wird bes­tens von sei­ner Struk­tur gestützt. Ein sehr schö­ner Wein, der über ein bemer­kens­wer­tes Poten­zi­al ver­fügt. Ener­gie­vol­ler Nach­klang. 2020–2045  94–96/100

Leitz

Rüdes­hei­mer Berg Kai­ser­stein­fels 2015
Hel­les Gelb mit leich­tem Grün­re­flex. Span­nen­des Bou­quet, mine­ra­li­scher Cha­rak­ter. Apri­ko­se, Min­ze, Cacao­but­ter und Aka­zi­en­blü­te. Fruch­ti­ger, leicht char­man­ter Auf­takt. Aus­ge­wo­ge­ner, run­der Kör­per mit guter Sym­bio­se zwi­schen Frucht und Struk­tur. Ein Wein, der schon bald Genuss bie­ten wird. 2017–2025  88–90/100

Rüdes­hei­mer Berg Rosen­eck 2015
Hel­les Gelb mit Grün­re­flex. Recht­in­ten­si­ves Bou­quet. Blu­mig, fruch­tig und ein paar Kräu­ter sind auch dabei. Zusam­men­ge­fasst: kom­plex. Apri­ko­se, Lin­den­blü­te, wei­ßer Pfef­fer. Ele­gan­ter und dich­ter Auf­takt. Der Kör­per ist etwas cre­mig und zeigt eine sehr gute Har­mo­nie zwi­schen Frucht und Struk­tur. Ein cha­rak­ter­vol­ler Wein mit gutem Lage­rungs­po­ten­zi­al. 2018–2038  93–95/100

Rüdes­hei­mer Berg Schloss­berg 2015
Mitt­le­res Gelb. Recht inten­si­ves Bou­quet. Kräu­tig und fruch­tig. Lin­den­blü­te, Aka­zi­en­blü­te und Apri­ko­se. Fruch­ti­ger, etwas ein­sei­ti­ger Auf­takt. Der Kör­per ist von mitt­le­rer Inten­si­tät. Er wird gut von der Säu­re gestützt, aber dürf­te etwas mehr Aro­ma­tik auf­wei­sen. Kann noch wer­den. Die Grund­la­ge ist gut. 2018–2032  87–89/100

Rüdes­hei­mer Berg Rott­land 2015
Hel­les Gelb mit Grün­re­flex. Fili­gra­nes Bou­quet mit fein­schich­ti­gem Cha­rak­ter. Anis, wei­ßer Pfef­fer, Gra­phit. Leicht fruch­ti­ger, ange­neh­mer Auf­takt. Der Kör­per ist aus­ge­wo­gen, fruch­tig und bes­tens von sei­ner Struk­tur gestützt. Viel­leicht fehlt etwas Tie­fe aber anhand der vor­han­de­nen Struk­tur, könn­te sich da noch eini­ges ändern. Mal sehen. 2018–2033  89–91/100

Prinz

Hall­gar­ten Jung­fer 2015
Hel­les Gelb. Fein­schich­ti­ges und fruch­ti­ges Bou­quet. Apri­ko­se, Anis sowie gel­ber Apfel. Fei­ner, fruch­ti­ger Auf­takt. Aus­ge­wo­ge­ner Kör­per mit guter Frucht­in­ten­si­tät und Mine­ra­lik. Der Wein zeigt sich ras­sig, pfif­fig, und hat ein durch­aus gutes Poten­zi­al. War­ten. 2018–2038  91–93/100

Hall­gar­ten Schön­hell 2015
Hel­les Gelb mit leich­tem Grün­re­flex. Kom­ple­xes Bou­quet, flo­ral und fruch­tig. Lin­den­blü­te, Zitro­nen­me­lis­se. Fei­ner, fruch­ti­ger Auf­takt. Wuch­ti­ger, leb­haf­ter Kör­per mit über­zeu­gen­dem Zusam­men­spiel von Säu­re und Frucht. Leicht sprit­zi­ger, saf­ti­ger und cha­rak­ter­vol­ler Wein. Die Nase kann noch mehr… beim Gau­men soll­te es nicht mehr wer­den! 🙂 2020–2040  92–95/100

Prinz von Hessen

Win­ke­ler Hasen­sprung 2015
Hel­les Gelb mit Grün­re­flex. Recht fei­nes aber auch holz­las­ti­ges Bou­quet. Vanil­le, Kokos­nuss. Nach eini­gen Minu­ten tre­ten auch blu­mi­ge und wür­zi­ge Noten auf. Etwas char­man­ter Auf­takt. Der Gau­men kann den pracht­vol­len Auf­tritt der Nase nicht bestä­ti­gen. Es sind Struk­tur und etwas Süße vor­han­den, aber kei­ne Tie­fe und kei­ne Kom­ple­xi­tät. Ob es noch wird? Ich las­se mich ger­ne beleh­ren… und über­ra­schen. Eins möch­te ich fest­hal­ten: der Wein ist gut! 2018–2028 87–88/100

Win­ke­ler Jesui­ten­gar­ten 2015
Hel­les Gelb mit Grün­re­flex. Wür­zi­ges und Fruch­ti­ges Bou­quet. Grape­fruit, Man­da­ri­nen­scha­le, Bit­ter­man­del, leicht grü­ner Ton. Ver­hal­te­ner Auf­takt. Aus­ge­wo­ge­ner Kör­per mit mine­ra­li­schen Noten. Auch der Nach­klang ist über­zeu­gend. Die­se Art von Wein kann an Wett­be­wer­ben ziem­lich streng bewer­tet wer­den. Kein Blen­der, son­dern ein scheu­er Spät­zün­der. Bra­vo. War­ten. 2018–2032  92–94/100

F.B. Schönleber

Mit­tel­hei­mer St. Niko­laus 2015
Hel­les Gelb mit Grün­re­flex. Fein­schich­ti­ges Bou­quet mit flo­ra­lem und fruch­ti­gem Cha­rak­ter. Zitro­nen­me­lis­se, Anis und Ana­nas. Ele­gan­ter Hauch von Mine­ra­lik. Fei­ner und fruch­ti­ger Auf­takt. Auch die Gau­men­aro­ma­tik wirkt blu­mig. Der Kör­per ist von mitt­le­rer Inten­si­tät und ver­fügt über eine stüt­zen­de und leb­haf­te Struk­tur, die für Fri­sche und Pfiff sorgt. Nun muss sich das gan­ze etwas Ent­fal­ten. Ein viel­ver­spre­chen­der Wein. 2020–2040  94–96/100

Josef Spreitzer

Hat­ten­hei­mer Wis­sel­brun­nen 2015
Hel­les Gold­gelb. Blät­ter­teig, Apri­ko­se und Lin­den­blü­te. Fruch­ti­ger und mine­ra­li­scher Auf­takt. Der Gau­men ver­fügt über einen mitt­le­ren Kör­per mit Ras­se und Fri­sche. Die Frucht­aro­ma­tik ist noch zurück­hal­tend und müss­te eigent­lich bes­ser von der Frucht gestützt wer­den. Mal sehen, wie sich das wei­ter­ent­wi­ckelt. 2018–2032 89–91/100

Mit­tel­hei­mer St. Niko­laus 2015
Hel­les Gold. Inter­es­san­tes Bou­quet mit kla­rem Holz­ton. Zimt, Kokos­nuss, Vanil­le. Frucht ist aber auch da — Man­da­ri­nen­scha­le, Zitro­nen­me­lis­se. Cre­mi­ger Gau­men mit erstaun­lich fri­schem Cha­rak­ter. Das hat der Wein der Säu­re zu ver­dan­ken, denn die sorgt für etwas Pepp. Ein durch­aus guter Wein. 2018–2030 88–90/100

Oestrich Rosen­gar­ten 2015
Mitt­le­res Gelb mit Grün­re­flex. Wür­zi­ges, fein­schich­ti­ges Bou­quet. Kern­obst, Safran, blon­der Tabak und Min­ze. Gute Mine­ra­lik. Ele­gan­ter, fruch­ti­ger Auf­takt. Cre­mi­ger und leb­haf­ter Kör­per mit per­fek­ter Sym­bio­se zwi­schen Frucht und Struk­tur. Wür­zi­ger Abgang. Ein sehr schö­ner Wein… nun ist Geduld ange­sagt. 2020–2040  94–95/100

Schloss Vollrads

Schloss Voll­rads Schloss­berg 2015
Hel­les Gelb. Anspre­chen­des Bou­quet, gute Inten­si­tät. Oran­gen­scha­le, Apri­ko­se, Min­ze und etwas Blu­men. Deli­ka­ter, leicht fruch­ti­ger Auf­takt. Mitt­le­rer Kör­per, aber ras­si­ge Struk­tur, die den Wein leb­haft stimmt. Auch die Frucht mel­det sich im Gau­men und wird bes­tens von der Säu­re gestützt. Ein bemer­kens­wer­ter Wein, eigent­lich für die Enkel­kin­der. Ich hof­fe ich wer­de mal Opa! 2020–2042  93–95/100

Geheimrat J. Wegeler

Gei­sen­hei­mer Rothen­berg 2015
Hel­les Gelb mit Grün­re­flex. Wür­zi­ges Bou­quet mit etwas hol­zi­gen Noten. Char­man­ter aber auch ras­si­ger Auf­takt. Der Kör­per ist leicht cre­mig und weist eine gute Struk­tur auf. Mine­ra­li­scher Cha­rak­ter und fruch­ti­ger Abgang. 2018–2030  87–89/100

Oestrich Rosen­gar­ten 2015
Hel­les Gelb mit Grün­re­flex. Wür­zi­ges Bou­quet. Weis­ser Pfef­fer, etwas Sal­bei, Weiß­dorn und Mine­ra­lik. Mit etwas Luft tre­ten auch min­zi­ge Noten auf. Ele­gan­ter, fruch­ti­ger und leb­haf­ter Auf­takt. Der Wein wirkt frisch und aus­ge­wo­gen. Die Struk­tur stützt die Frucht und ver­leiht Fri­sche. Ein schö­ner Wein mit gutem Poten­zi­al. War­ten. 2020–2040  93–94/100

Rüdes­hei­mer Berg Schloss­berg 2015
Hel­les Gelb mit Grün­re­flex. Aus­la­den­des Bou­quet mit mine­ra­li­schem Cha­rak­ter. Gra­phit, Zitro­ne, Apri­ko­se, Mira­bel­len und Anis. Es tre­ten auch Noten von wei­ßem Pfef­fer auf. Ange­neh­mer Gau­men­auf­takt mit Frucht und Fri­sche. Mitt­le­re Kör­per­in­ten­si­tät. Der Wein wirkt mine­ra­lisch und aus­ge­wo­gen. Leicht sprit­zi­ger Cha­rak­ter. Er wird schon bald Genuss bie­ten, hat aber durch­aus Lage­rungs­po­ten­zi­al. 2017–2030  91–93/100

Robert Weil

Kied­rich Grä­fen­berg 2015
Hel­les Gelb mit Grün­re­flex. Viel­schich­ti­ges Bou­quet mit wür­zi­gen und fruch­ti­gen Noten. Anis, Bit­ter­man­del, Apri­ko­se. Der Auf­takt ist fruch­tig, saf­tig und ras­sig. Auch der Gau­men zeigt Cha­rak­ter und Ner­ven, was natür­lich opti­mal der Frucht­in­ten­si­tät dient. Anhal­ten­der Nach­klang. Ein wun­der­schö­ner Wein, der Kraft und Fines­se her­vor­ra­gend ver­bin­det. Das wird eine lan­ge Geschich­te. War­ten. 2020–2045  95–97/100