Bordeaux 2017 – Ein Jahr voller Gegensätze und Überraschungen

Bordeaux 2017

Dieser Bericht ist das Ergebnis einer vertieften Arbeit, die mich zwischen Oktober und Dezember 2019 beschäftigt hat. Es ist nicht das Ziel so viele Weine wie möglich zu beschreiben. Die Motivation ist vielmehr, Ihnen die vielen Realitäten von Bordeaux vorzustellen, vom Vin de France bis zum 1er Grand Cru Classé, vom wenig bekannten kleinen Winzer bis zu den berühmtesten Weingütern mit internationalem Ruf. Sie alle haben eins gemeinsam: Sie keltern Bordeaux-Weine, und die sind gut!

Yves Beck - Bordeaux 2017
Gutes Jahr mit großen Weinen

2017 ist ein gutes und mancherorts sogar ein großartiges Jahr. Dies ist der Fall für Sauternes, wo die Qualität hoch bis außergewöhnlich ist, aber die Erträge sehr gering ausfallen. Dies gilt auch für trockene Weißweine aller Kategorien und für einige Rotweine.

Der Frost hielt nicht 12 Monate an und bedeckte nicht 125.000 Hektar!

Dass es in Bordeaux (und europaweit) gefroren hat, wissen mittlerweile alle; es wurde häufig genug darüber berichtet. Das lässt uns aber den Rest der Saison vergessen, die eigentlich nach der Ernte 2016 beginnt… Der Winter Ende 2016 war sehr trocken und das setzte sich in den ersten Monaten des Jahres 2017 fort. Auch der Sommer war ausgesprochen trocken und heiß, während die Regenfälle die Weinlese teilweise erschwerten.

Dem Jahrgang 2017 bleibt nichts erspart
Der Frost, Hongkong und Brexit… Das alles im Kontext einer Weinwirtschaftskrise

Diesem Jahrgang wird am Ende nichts erspart geblieben sein! Vor allem der so gnadenlose Frost, der die Erträge begrenzt und sogar einige Weingüter um ihre Ernte beraubt hat. Dazu die zwei großen Jahre davor. Und da 2019 recht gut aussieht, kommt der 2017er nicht gerade im besten Augenblick!

Er hat keine leichte Aufgabe, da man zum Beispiel hören und lesen kann, dass 2017 nicht gut ist, da es gefroren hat. Hinzu kommen die instabile Lage in Asien, der Brexit und eine gewisse Konjunkturschwäche, die den Verkauf von Wein nicht begünstigt. Ich denke, dass dieser Jahrgang früher oder später für das beurteilt wird, was er ist (d.h. gut bis sehr gut) und nicht für all die Punkte, die ich gerade erwähnt habe.

Spannungen im Markt

Insbesondere die Händler stehen unter Druck: Man stelle sich vor, die Nachfrage sinkt, die Lagerbestände sind gut versorgt und die Primeurs-Kampagne 2019 steht vor der Tür! Ich denke, die nächste Kampagne wird sehr hart sein. Dennoch kann man sich schon jetzt das Szenario für den Jahrgang 2019 vorstellen; es wird sich absolut nichts ändern… zumindest nicht nach unten, und wieder einmal wird der Primeurs-Markt das Risiko eingehen, sich völlig von den kommerziellen Realitäten zu lösen, da der Verbraucher bis auf wenige Ausnahmen absolut kein Interesse mehr am Erwerb von Primeurs-Weinen hat.

Ich weiß nicht, ob die Primeur Blase platzen wird, denn die Chronik dieses vorhergesagten Todes wiederholt sich Jahr für Jahr. Nur dass die Situation jetzt kritischer ist als sonst.

Die Preise sinken, aber nicht am rechten Ort…

Bei einigen Gütern ist die Situation gravierend, manchmal sogar existenzbedrohend. Stellen Sie sich vor: wenn ein AOC-Wein für 2,65 € pro Flasche weggeht, besteht ein ernsthaftes Problem. Wenn man zu diesem Preis verkauft, dann nicht mehr, um Geschäfte zum beiderseitigen Vorteil zu machen, sondern wegen eines dringenden Bedarfs an Liquidität. Während die Tenöre, die renommiertesten Weingüter, zu Goldpreisen verkaufen, wird ein großer Teil der Produzenten dazu gedrängt, für noch weniger zu verkaufen.

Eigentlich sollte es umgekehrt sein… aber wenn man nur auf die Elite hört, gibt es kein Preisproblem. Das ist eben nur zum Teil richtig. Dennoch möchte ich es nicht versäumen, darauf hinzuweisen, dass Bordeaux im Segment €15,00 – €45,00 eine hervorragende Qualität bietet.


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