Ômina Romana - vignes

Ômina Romana : Gutes Omen der Götter

Ômina Romana

Das Weingut Ômina Romana ist ein Familienbetrieb, der 2007 auf Initiative der Familie Börner gegründet wurde. Der Standort wurde in der Region Velletri, etwa 40 km südlich von Rom, inmitten der vulkanischen und grünen Hügel der Castelli Romani mit Blick auf das Tyrrhenische Meer gewählt.

Reben bei Ômina Romana

Die von der Familie Börner definierte Vision prägte jede Entscheidung des Projekts: einen neuen Kellerbetrieb zu kreieren, der durch Wissen, Wissenschaft, Beständigkeit und Leidenschaft höchste Qualität generiert.

Einleitung

Berge und Täler, Vulkane, rote Erde, das Meer und die Ômina Romana. Der Rahmen ist geschaffen. Da alle Wege nach Rom führen, beginnt dort auch die Reise. Das Weingut liegt eine Autostunde vom Flughafen Fiumicino (Rom) entfernt. Ich begleite Tobias Hess, einen deutschen Sommelier, der für die PR der Ômina Romana zuständig ist. Er kennt die Gastronomie und ihre Kulissen sehr gut, er weiß genau, wo er hin soll und will. Er ist der Fahrer und ich kann mich auf die Landschaft konzentrieren, welche vor meinen Augen vorbeizieht.

Szenenwechsel über die Kilometer hinweg

Je näher wir dem Weinbaugebiet Latium kommen, desto weniger werden die Straßen befahrbar…. Der Boden ist farbig, manchmal dunkel, oft rötlich. Einige Reben werden zwischen 1m50 und 1m70 in die Höhe gezogen. Ich weiß nicht, wo wir sind, außer dass wir südöstlich von Rom, Richtung Latium, liegen. Das Auto wird ordentlich geschüttelt, Tobias entschuldigt sich für die bewegungsreiche Fahrt. In den Rinnen befinden sich viele Abfälle wie Flaschen und Müllsäcke, dies ist auf den ersten Blick nicht sehr einladend. Ich sehe einige Streunerhunde entlang der Straße, ihre Blicke wirken traurig, sie sind hungrig.

Faszinierende Natur

Trotz dieser wenig inspirierenden Visionen erregt die Natur zunehmend meine Aufmerksamkeit. Die Straße ist kurvenreich geworden, es gibt Berge, Hänge und hohe Berge im Hintergrund. Zwei große Vulkane scheinen das ganze Gebiet zu bewachen. Vor Tausenden von Jahren veränderten sie das Gesicht der Landschaft und hinterließen verschiedene Bodenarten, darunter Kalkstein, manchmal Granit, Ton und natürlich vulkanische Böden.

Gut bewachter Betrieb

Wir erreichen das Weingut. Ein imposantes Tor versperrt die Straße. Nicht imposant etwa weil es aus Schmiedeeisen geformt wäre, sondern weil alle Gebäude von hohen Metallabsperrungen umgeben sind. Die Absperrungen sind mit scharfem Stacheldraht übersät um fremdes Eindringen zu verhindern. “ Hier wird alles gestohlen“, erklärt Tobias. Landmaschinen, Zubehör, Ausrüstung, alles wird geklaut. Das erklärt diese drastische Anlage.

Reben mit verschiedenster Ausrichtungen

Wir werden von Katharina Börner empfangen. Sie ist die Geschäftsführerin des Weingutes und die Tochter des Inhabers, Anton Börner. Sie schlägt vor, dass wir ein paar Schritte machen, um die Reben zu sehen. Eine gute Idee, denn dort beginnt alles! Die Konfiguration der verschiedenen Parzellen ist interessant, mit einer gründlichen Reflexion über die Wahl der Rebsorten bzw. der geeigneten Parzellen entsprechend ihrer Ausrichtung. Wir befinden uns auf einer Höhe von ca. 200m und 25km vom Tyrrhenischen Meer entfernt. Also praktisch parallel zu Porto-Vecchio (Korsika), nur etwas weiter südlich. Korsika ist im Luftkurs etwa 340 km entfernt!

Eine Geschichte, die seit beinahe 2.500 Jahren mit dem Wein verbunden ist.

Vor mehr als 2500 Jahren pflanzten die Etrusker, die sich neben den alten lateinischen Völkern in der Region des heutigen Latiums niedergelassen hatten, Weinreben. Für sie war der Wein die edelste Verkörperung der Naturkräfte, denn neben der Vinifikation blieb der Reifeprozess ein göttliches Geheimnis. Für die alten Völker hing der Erfolg eines Jahrgangs vom guten Omen (im Lateinischen Omina) der Götter ab. So betrachteten sie einen heißen Sommer ohne schlechtes Wetter als göttliches Zeichen für eine qualitativ hochwertige Ernte.

Keller : Hygiene und Zeit

Der technische Leiter Simone Sarnà zeigte die technischen Anlagen, den Cuvier und den Barriqueskeller. Von diesen modernen Einrichtungen und der einwandfreien Hygiene im Cuvier und Fasskeller war ich beeindruckt! Dabei wird besonders auf alle Elemente geachtet, die die Weinbereitung stören könnten. Obwohl dies auf den ersten Blick normal erscheint, wollte ich es nicht verpassen, darauf hinzuweisen. Das ist sicherlich ein Teil der Erklärung für die einwandfreie Qualität der Weine. Simone Sarnà erklärt auch, dass es notwendig ist, dem Wein Zeit zu geben. Überextraktion mag er nicht und die verwendeten Barriques sowie die Dauer des Ausbaus, sind Entscheidungen, die sich aus einer langen Reflexion und der in den letzten Jahren gesammelten Erfahrung ergaben.

Weinqualität und allgemeine Eindrücke

Das Qualitätsniveau der mir präsentierten Weine entspricht den Erwartungen, die man an ein erfolgversprechendes Weingut stellen kann. Alle vorgestellten Weine waren von gutem bis sehr gutem Niveau. Im Moment scheint es mir, dass man sich noch sucht auf Ômina Romana, und das ist gut so. Qualität hat Vorrang gegenüber Terroir und Identität. Ich halte diesen Ansatz für logisch, denn auch wenn die Identität eine wesentliche Rolle spielt, muss das Niveau der Weine einwandfrei sein. Der Wein, der aus authentischer Sicht am meisten zu mir gesprochen hat, der mich am meisten berührt hat (und darum geht es… auch!), ist der „Cesanese“, eine autochthone Rebsorte, die in verschiedenen Regionen Italiens zu finden ist. Seine Frische und sein Charakter waren sehr überzeugend. Definitiv eine Entdeckung wert.

Oenotourismus

Casale degli Ulivi – Agribel Azienda Agricola

Nach dem Besuch und der Verkostung konnte ich in der Nähe des Anwesens bzw. in Casale degli Ulivi wohnen. Es ist ein sehr ruhiger Ort, ideal zum Ausruhen, die Zimmer sind komfortabel und mit dem nötigen Komfort ausgestattet. Das Schwimmbad sorgt für eine willkommene Erfrischung und Entspannung.

Nach diesem kurzen Aufenthalt war nun die Rückkehr in die Schweiz angesagt. Auf dem Rückweg kamen wir wieder an zwei streunenden Hunden vorbei. Zwei Labradore, die Seite an Seite gingen…. sie waren zusammen und sie schienen glücklich zu sein… es hat mich ein wenig getröstet und ich freue mich, dass ich diese kurze Reise mit einer weiteren positiven Note beenden konnte, wobei das dominante positive Element der Wein war! Genau genommen haben mir die Weine vieles erzählt und die sind in der Lage viele Gaumen zu beglücken. Ômani Romana, ein Weingut, das unbedingt zu entdecken ist.


Die von Yves Beck verkosteten Weine

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Kontakt

Ômina Romana
Via Fontana Parata 75,
00049 Velletri RM
Italien
Tel +39 06 9643 0193
Web www.ominaromana.com



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